Evangelische Kirchengemeinde Lißberg
Evangelische Kirchengemeinde Lißberg

Unsere Kirche

 

 

 

Dieser Bereich wird noch bearbeitet.

Pfarrer

Im Folgenden sind einige der Lißberger Pfarrer aufgelistet. Weitere Pfarrer, Details und Anekdoten zu den Persönlichkeiten werden in Kürze folgen:

Theodor Weber
(1885 - 1900)

Rudolf Marx
(1901 - 1903)

Heinrich Schnellbächer
(1903 - 1908) 

Otto Herpel
(1913 - 1917)

06.04.1886 geboren als Sohn des Lehrers Peter Herpel und seiner Ehefrau Amalie, geb. Merz, in Kelsterbach. Er wuch auf in Bickenbach an der Bergstraße, wohin sein Vater 1889 versetzt worden war.
1892-96 Besuch der Volksschule in Bickenbach
1896-1905 von Bickenbach aus (Fahrschüler) Besuch des Gymnasiums in Bensheim und Abitur.
1905-06 zwei Semester Theologiestudium in Bonn.
1906-09 weiteres Theologiestudium in Gießen und Februar 1909 Fakultätsexamen. (Unterstützung durch die hessische Lutherstiftung und Mitgliedschaft in der "christlich-germanischen" Studentenverbindung "Wingolf").
1909-10 einjähriger Besuch des Predigerseminars in Friedberg und anschließend zweites Examen vor dem Konsistorium in Darmstadt.
12.06.1910 Ordination in Langen
16.06.1911 Heirat mit Martha, geb. Schmeckenbecher, aus Gießen, drei Kinder.
1915 von Lißberg aus Promotion zum Lizentiaten (Doktor) der Theologie an der Universität Gießen.
1910-11 eineinhalb Jahre Pfarrassistent in Langen
1911-13 zwei Jahre Pfarrassistent an der Paulusgemeinde und Gefängnisgeistlicher am Provinzialarrest in Darmstadt. (Während der letzten vier Monate Beurlaubung wegen Krankheit, deshalb Versetzung auf eine kleiner Pfarrstelle).
10.10.1913- Ende 1921 erst Pfarrverwalter und seit 12.08.1914 Pfarrer in Lißberg (ab 01.09.1917 zum Festungs-Garnisions-Pfarrer in Metz abkommandiert, dann bis Ende 1918 in Hohensalza = Inowraclaw, Provinz Posen).
1922-25 Studienrat an der höheren Mädchenschule in Entwicklung in Offenbach (Unterricht in Religion, Philosophie und Kunstgeschichte).
06.04.1925, seinem 39.Geburtstag, vesrtorben.
 

[Bild folgt]
Otto Adam

(1921 - 1926)

Wilhelm Fresenius
(1927 - 1931)

Heinrich Henkel
(1937 - 1943)

Dekan Brinken
(1945 - 1955)

Gustav Adolf Schütze
(1955 - 1962)

Kurt Racky

(1988 - 2018)

Pfarrer Racky 25 Jahre in Lißberg     
09.06.2013 (Gemeindefest)


Pfarrer Kurt Racky trat am 1. Juni 1988 als Pfarrvikar seinen Dienst in Lißberg an und wurde am 10. Juli durch Propst Grün ordiniert– nach 26 Jahren Vakanz, während der Pfarrwitwe Elsa Schütze engagiert nahezu das gesamte Pfarramt vertreten hatte.
In den ersten Monaten seiner Dienstzeit wohnte er noch bei Koppels in der Ferienwohnung, da das Pfarrhaus noch nicht bezugsfertig war. Im selben Jahr wurden der Krabbelkreis und der Singkreis gegründet. Während der Singkreis demzufolge dieses Jahr auch sein 25-jähriges Bestehen feiert, ruht der Krabbelkreis derzeit mangels Kindern. Der von Frau Schütze geleitete Frauenkreis bestand und „florierte“ bereits seit den 1950er Jahren – bis heute, seit dem Tod von Frau Schütze 2004 geleitet von Inge Stegmann und Sybille Weitzel.
An besonderen Gottesdiensten wurde noch 1988 die jährliche Christmette eingeführt, später dann auch die Feier der Osternacht alle zwei Jahre.
Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten am Pfarrhaus und im Pfarrhof wurde 1990 zur Einweihung ein erstes „Pfarrgartenfest“ gefeiert, das dann im zweijährigen Turnus zu einer festen Einrichtung wurde. Nach drei Jahren wurde Pfarrer Racky vom Kirchenvorstand zum Inhaber der Pfarrstelle gewählt.
Von Anfang ergab sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Festival von Kurt Reichmann, durch das 1990 auch das Musikinstrumentenmuseum nach Lißberg kam und Pfarrer Racky den Vorsitz des Fördervereins übernahm. Durch diese Vernetzung kommen bis heute öfter Gastchöre oder Ensembles, die im Gottesdienst singen und anschließend das Museum besuchen. Aus dem Festival und dem Pfarrgartenfest entstand in dieser Zeit die Gruppe der „Lißberger Leier-Leut“, die jahrelang zwischen Halle und Karlsruhe zu mancherlei historischen Anlässen und festlichen Gelegenheiten aufspielte, anfangs bei „800 Jahre Konradsdorf“ 1991 und der Einweihung des Renaissancesaales im Oberhof in Büdingen kurz danach.
Eine weitere Vernetzung ergab sich seit 2004 mit der ebenfalls aus Lißberg hervorgegangenen Bonifatius-Route, durch die öfter auch einmal Pilger im Gottesdienst sind, die dann wiederum auch das Musikinstrumentenmuseum besuchen. Gewissermaßen in der Nachfolge der „Lißberger Leier-Leut“ gibt das „Bonifatius-Ensemble“ seit 2004 zwischen Mainz und Fulda regelmäßig Konzerte an der Bonifatius-Route, die den Singkreis mit alten Instrumenten und Solisten ergänzen. Im Rahmen des Großprojektes „Bonifatius-Route“ konnte – unter tatkräftiger Mithilfe von Lißberger Bürgern – aber auch endlich und nach langen vergeblichen Bemühungen die Ruine der Schafskirche ausgegraben und für die Nachwelt gesichert werden. Sie ist seither einer der stimmungsvollsten und andächtigsten Orte an der Bonifatius-Route.
Ein finanziell größeres Projekt war 1992 der Einbau des zweiten Manuals in die schöne Hillebrandorgel, der immerhin DM 80.000.- gekostet hat und wofür die Gemeinde innerhalb einer Woche über DM 11.000.- spendete!
Noch erheblich teurer war natürlich die Kirchenrenovierung, die kurz vor der Erstbegehung der Bonifatius-Route 2004 noch abgeschlossen werden konnte, die aber die Kirchengemeinde nur anteilig bezahlen musste. Erst in letzter Zeit wurden in der Kirche schließlich noch eine neue Heizung eingebaut und ein Luftentfeuchter zur Verbesserung des Raumklimas installiert.
Ein Wärmetauscher senkt inzwischen im Pfarrhaus die Heizkosten.
Besondere Highlights im Umfeld der Kirchengemeinde in diesen 25 Jahren waren sicherlich das 125-jährige Bestehen des Gemischten Chores mit viel Musik und einem Festzug 1994 oder der Historische Tag zum 200-jährigen Gedenken der Zerstörung Lißbergs durch die Franzosen 1996 mit schauspielerischer Darstellung, woraus schon im Vorfeld die „AG Lißberger Bürger“ hervorging, die zu diesem Anlass u.a. das „Lißbergbuch“ herausbrachte und aus dem Erlös manches Projekt von allgemein Lißberger Interesse finanzieren konnte. Oder die Feier „400 Jahre Stadtrechte“ 2004. Oder das Feuerwehrjubiläum und in jüngerer Zeit die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses und der erneuerten Burghalle, als neuestes Projekt die Bürgerstiftung, oder, oder…
In 25 Jahren passiert viel. Freud und Leid! Nicht nur Taufen Trauungen, Konfirmationen, auch Beerdigungen! Nicht nur Geburtstagsbesuche und Konfirmations- und Ehejubiläen, auch Krankenbesuche und Begleitung in manchen Krisen.
Nach außen steht die Gemeinde gut da. Alle Gebäude sind in Schuss und die Gemeinde hat die nötigen Rücklagen angesammelt, so dass es auch so bleiben kann.
Aber wie sieht es nach innen aus? Welche geistlichen Früchte bringt die Gemeinde? Wie sieht es mit dem Glauben der einzelnen Gemeindeglieder aus? Wie kann die Gemeinde auch in Zukunft bestehen? Das soll das Thema des Jubiläumsgottesdienstes am 9. Juni um 14 Uhr sein, zu dem Dekan Keller bereits sein Kommen zugesagt hat.
Zum Schluss seien mir noch ein paar persönliche Anmerkungen gestattet:
Wir, die Angehörigen des Kirchenvorstandes Lißberg, dessen zweiter Vorsitzender ich bin, überlegen anlässlich dieses Rückblicks auf die letzten 25 Jahre, wie wir in Bezug auf die Gemeindearbeit in unserem kleinen, aber feinen, positiv denkenden Dörfchen mit Kurt Racky an der geistlichen Spitze unserer Kirchengemeinde gute Arbeit leisten können, damit wir in der religiösen Gemeinschaft auch in Zukunft bestehen können, auch über die - in einigen Jahren anstehende - Pensionierung unseres Pfarrers hinaus!
Wir müssen ständig daran arbeiten, dass unser Glaube, unsere Kirche und unsere Arbeit in der Kirchengemeinde nicht an Stellenwert verlieren. Wir als Kirchenvorstand wollen für die Sache werben, auf die Menschen zugehen, auf sie eingehen und für alle Generationen ein offenes Ohr haben. Vorschläge aus der Gemeinde zur Verbesserung der Situation sollen analysiert und umgesetzt werden. Obige Beispiele zeigen, dass unser Lißberg im Stande ist, Großartiges zu leisten. Als Gemeinschaft werden wir viele Probleme lösen können, auch im offenen Gespräch. Das wünsche ich unserem Pfarrer Kurt Racky, dem Kirchenvorstand und mir als zweitem Vorsitzenden. Gebe Gott Pfarrer Kurt Racky weiterhin Kraft, Durchsetzungsvermögen, Bereitschaft und Liebe zu seiner Gemeinde.
Ein besonderer Dank an seine Frau Leonie, die ihn durch ihre Mitarbeit unterstützt. Ihr Wirken und die Emsigkeit für unsere Kirchengemeinde in der Verwaltungsarbeit sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, sondern spart manchmal auch richtig Geld: 2004 deckte sie z.B. in der Abschlussrechnung der Kirchenrenovierung einen Verbuchungsfehler auf, welcher der Kirchengemeinde € 20178.- Eigenanteil gespart hat! Das alles findet in der ihr zu eigenen Stille und Zurückhaltung statt.
Lasst uns gemeinsam weiter für ein anständiges Gemeindeleben einsetzen, unserem Herrn zum Wohlgefallen!

Alles Gute zum 25sten, lieber Kurt, wünschen die Kirchengemeinde und der Kirchenvorstand mit dem

stv. Vorsitzenden (zum Zeitpunkt 2013)
Hans-Jürgen Czech.

Glocken

[...] Der Dachreiter ist mit der Kirche entstanden; gleich zu Anfang ist auch von Glockenseilen die Rede. Er mußte mehrfach erneuert werden. Anfang des 18. Jahrhunderts dachte man zeitweilig an einen richtigen Turm aus Stein, verfolgte diesen Plan dann aber nicht weiter.

Auf dem Turm hängt eine Glocke von 1686. Dass es noch zwei weitere Glocken gab, wird erst 1741 mitgeteilt. Während der beiden Weltkriege wurden diese beiden kleineren Glocken jeweils aufgrund ihres Anteils an Buntmetallen zur Produktion von Waffen eingeschmolzen. Die alte Glocke aus dem Jahr 1686 blieb aber davon verschont und läutet auch nach drei Jahrhunderten noch, zwischenzeitlich wieder durch zwei neue Glocken ergänzt.

[...] 17. Dez. 1922 zwei neue Glocken vierspännig mit Musikzug vom Bahnhof Lißberg abgeholt und am 24. Dez. die neuen Glocken eingeweiht. Die größere Glocke trägt die Inschrift: "Wir läuten die Liebe, die Hoffnung und den Glauben, mag keine Macht uns den Frieden rauben." Die kleine Glocke trägt die Inschrift: "Nach Krieg und Leid und harter Zeit ruf ich erneut zur Seeligkeit".

Auch von einer Uhr ist 1741 die Rede, von der es jedoch alsbald hieß, sie gehe nicht mehr. Das Ziffernblatt, das jetzt zu sehen ist, wurde von einem Lißberger Bürger gestiftet.

Pfarrhaus

Auszug aus dem Buch "Ein Rundgang durch das alte Lißberg":

 

[...] eine große, hohe, uralte Birke stand einige Schritte auf der[...] Straßenseite weiter am Tor des aus Sandstein gebauten Pfarrhauses, zu dem auch eine mächtige Scheuer und links daneben ein Stallgebäude mit Eingang zu den Felsenkellern gehörte. 1612 stand hier das letzte Haus von Lißberg in dieser Richtung [Anmerkung: heutige Vogelsbergstraße], "allein in einer Ecke, ganz einsam und an einem nassen Ort", wie es heißt. In diesem Jahr wurde dieses Privathaus für den neuen Lißberger Kaplan bzw. Pfarrer gekauft. 1664 war das Haus so baufällig geworden, dass es völlig umgebaut wurde; und zwar so gründlich, dass einige von einem Neubau sprachen. Aber auch das so erneuerte Pfarrhaus war alsbald in schlechtem Zustand und blieb es, solange es stand. Dass es in diesem Haus zu Zeiten des Pfarrers Köhler Anfang des 18. Jahrhunderts heftig gespukt haben soll, wird denn auch zum Beispiel vom Prälaten Diehl diesem schlechten Bauzustand zugeschrieben, der in dem Haus zu den seltsamsten Geräuschen geführt habe. In diesem Pfarrhaus wurde am 8. September 1796 Pfarrer Koch ermordet, seine Frau so mißhandelt, dass sie danach nicht mehr laufen konnte. Das Pfarrhaus blieb allerdings stehen, während die Scheune abbrannte. 1868-69 wurde hierauf ein neues Pfarrhaus gebaut und das alte Pfarrhaus auf den Abbruch verkauft. Seither wohnen die Pfarrer in dem mächtigen Gebäude aus rotem Sandstein in historischem Stil.

 

[Bild des Pfarrhauses um 1920 - folgt in Kürze]

 

Nach 1612 ist erst allmählich aus dem zuerst allein für sich gekauften Pfarrhaus eine richtige Pfarrhofreite mit Scheunen und Ställen geworden. Diese Wirtschaftsgebäude waren damals für einen Pfarrer notwendig, weil es noch kein festes Gehalt gab und die Pfarrer hauptsächlich von dem Ertrag ihrer Pfarrgrundstücke und dem Zehnten leben mußten. Am Anfang wurde daher für den Pfarrer eine Scheune gemietet und bald daruf eine benachbarte Scheune zugekauft. Diese wurde 1733 und dann noch einmal nach dem Brand 1799 völlig neugebaut. In der prächtigen Gestalt, die sie damals erhielt, hat sie noch bis 1955 gestanden. In diesem Jahr stürzte das völlig baufällig gewordene Gebäude ein [...].

Wie der Kellerbau mit dem tiefen Felsenkeller neben der Scheune, der heute noch steht, zu der Pfarrhofreite gekommen ist, ist unklar. Jedenfalls wird er schon 1623 in den Kirchenrechnungen als Pfarreigentum erwähnt. Von diesem Keller aus geht ein unterirdischer Gang in Richtung Pfarrhaus [...].

 

Auch der Pfarrgarten wurde in Etappen dazuerworben: 1612, 1757 und nach 1843 auch aus dem alten Friedhof. Die Pfarrhofreite war im 18. Jahrhundert mit einem Plankenzaun umgeben. nach Berichten aus dem 18. Jahrhundert wurde das abgelegene Pfarrhaus mehrfach von Diebesbanden heimgesucht.

Im Hof des Pfarrhauses stand vor dem Bau des Spritzenhauses auch das Gerätehaus der Feuerwehr. Viel war damals nicht zu sehen, eine fahrbare Handpumpe, Holzleitern, [...] Ledereimer und Leinwandschläuche. 

  

Bilder vom heutigen Pfarrhaus und Pfarrgarten:

Friedhof

Halb im unteren Teil des heutigen Pfarrgartens, halb unter der jetzigen Bundesstraße, lag der alte Friedhof.

 

[BILD Pfarrgarten folgt in Kürze]

  

Es war schon der zweite Friedhof von Lißberg. Nachdem die Toten Jahrhunderte nach Schwickartshausen auf den dortigen Friedhof um die Kirche gebracht worden waren, wurde 1565 vor der Mark in der Lache ein Friedhof für Lißberg angelegt.

Kirche in Schwickartshausen

 

Das bedeutete, dass man die Toten durch die Furt in der Hillersbach transportieren mußte. Als einmal bei Hochwasser eine Leiche davonschwamm, verlegte man 1610 den Friedhof an die Stelle beim Pfarrhaus. Der erste Friedhof in der Mark wurde aber noch länger in Pestzeiten in Anspruch genommen. Der zweite Friedhof blieb - bis er 1839-42 der Staatsstraße weichen mußte. 1842 wurde der jetzige, dritte Friedhof auf dem Berg, am Ende der Obergasse, eingeweiht. 

 

[BILD des heutigen Friedhofes folgt in Kürze]

Hier finden Sie uns

ev. Kirchengemeinde Lißberg
Vogelsbergstr. 6
63683 Ortenberg

Kontakt

Das Gemeindebüro ist dienstags von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet.

Unsere Gemeindesekretärin Frau Schmied ist zu dieser Zeit persönlich, unter der Tel. Nr. 06046-467, Fax 06046-941889 und über pfarramt@kirchengemeinde-lissberg.de  zu erreichen.

 

Pfarrerin Jünger erreichen Sie auch außerhalb dieser Zeit immer über diese Nummer. Bei Abwesenheit ist ein Anrufbeantworter geschaltet, auf dem Sie Nachrichten hinterlassen können bzw. der weitere Hinweise gibt.

 

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© ev. Kirchengemeinde Lißberg